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Aktuelles (UpDate vom: 20.12.17 20:24:23)

Die erste Endo weltweit bei einem Delfin

Ocean Park, Hongkong

Dumisa, eine acht Jahre alte Delfinkuh, die unter einem allgemeinen Abrieb der Zähne gelitten hatte, bekam als erster Delfin weltweit eine endodontische Behandlung. Monatelang wurde dafür im Ocean Park Hongkong mit ihr trainiert.

Die mehrstündige Behandlung wurde in Hongkong von dem südafrikanischen Tierzahnarzt Dr. Cedric Tutt nach monatelangen Vorbereitungen durchgeführt - mithilfe von Attrappen, um Dumisa an die Behandlung zu gewöhnen.

"Die Trainer und Tierärzte im Ocean Park Hongkong haben über Monate hinweg mit Dumisa gearbeitet, um sie an zahnmedizinische Instrumente zu gewöhnen, ihr beigebracht, die Schnauze offen zu lassen und ihre Bereitschaft gefördert, Röntgenaufnahmen ihrer Zähne erstellen zu lassen", erläutert Dr. Cedric Tutt, südafrikanischer Veterinär mit Kenntnissen auf dem Gebiet der tiermedizinischen Zahnheilkunde und Oralchirurgie, nach dem Eingriff.

Verwendet wurden dafür harmlose Attrappen, wie zum Beispiel das Modell eines fahrbaren Röntgengeräts und elektrische Zahnbürsten, "damit Dumisa verstehen konnte, dass die Behandlung ihr nicht schadet", erklärt Tutt. "Ohne ihre Mithilfe wäre diese Operation niemals gelungen."

Der Ocean Park in Hongkong war Schauplatz für die weltweit erste an einem Delfin durchgeführte Wurzelbehandlung dieser Art, dafür war ein ganzer Tag voller Geduld von den im Team zusammenarbeitenden Tierärzten und Tiertrainern erforderlich.

Der Delfin litt unter einem allgemeinen Zahnabrieb. Zum Teil waren die Zähne sehr abgenutzt, dass die Pulpa freigelegt war. "In der Vergangenheit hatten wir keine andere Möglichkeit als die Zähne zu ziehen, aber heute können wir Dumisas Gebiss mit einer Wurzelbehandlung durch den Einsatz eines Spezialzements erhalten, der die Heilung des Knochens rund um die Wurzel unterstützt", erzählt Tutt.

Insgesamt 19 Zähne wurden in einer mehrere Stunden andauernden Sitzung behandelt, einer davon endodontisch - wobei die Behandlung insgesamt ohne jede Form der Betäubung oder Fixierung stattfand.

Quelle zm - online



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